München: Neuer lässt Zukunft offen, während Kompany Urbig lobt

FC Bayern | Neuer über WM-Aus, Karriereende und Klopp

Manuel Neuer, der Torhüter des FC Bayern, hat sich zu seiner Zukunft geäußert und lässt die Möglichkeit einer weiteren Saison über 2026/27 hinaus offen. Obwohl vieles auf ein Karriereende im Sommer 2027 hindeutet, betonte der 40-Jährige, dass noch „nichts zu 100 Prozent“ entschieden sei. Die Saison 2026/27 wäre Neuers 16. Spielzeit im Trikot des FC Bayern.

Neuer erklärte gegenüber „Sky“, dass sein Karriereende „nicht in Stein gemeißelt“ sei, die Wahrscheinlichkeit dafür jedoch hoch ist. Diese Aussage deutet darauf hin, dass Jonas Urbig, der 23-jährige Torhüter, der im Januar 2025 an die Säbener Straße wechselte, im Sommer 2027 Neuers Nachfolge antreten könnte. Neuer ist bereit, dem jüngeren Torhüter in der kommenden Spielzeit mehr Einsatzzeiten zu ermöglichen.

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Kompany lobt Urbig und plant Einsatzzeiten

Vincent Kompany, der Trainer des FC Bayern, äußerte sich auf der Asien-Tour in Hongkong lobend über Jonas Urbig. Kompany betonte: „Wir lieben Jonas Urbig!“ Er hob hervor, dass Urbig sich weiterentwickeln und besser werden soll. Urbig spielte bereits das Pokalfinale (3:0 gegen Stuttgart) und wichtige Spiele in der Champions League.

Kompany bestätigte, dass Manuel Neuer die Nummer eins bleibt, aber auch, dass Urbig weitere Spielzeit erhalten wird. Der genaue Zeitpunkt und Umfang der Einsätze hängen vom Saisonverlauf ab. Urbig soll in den richtigen Momenten zum Einsatz kommen, ohne die Position Neuers als Stammkeeper zu beeinflussen. Nach Informationen soll Urbig in der kommenden Saison deutlich mehr Spielpraxis erhalten, möglicherweise auch in wichtigen Partien.

Urbig selbst konzentriert sich auf die Zusammenarbeit im Torwartteam und erklärte, er habe von Neuers möglichen Rücktrittsplänen nichts gewusst. Er stand kürzlich beim 2:1-Testspielsieg gegen den südkoreanischen Erstligisten Jeju SK für 90 Minuten im Tor, nachdem er zuvor als Trainingstorwart des DFB bei der WM und im Urlaub war. Gegen Aston Villa wird Manuel Neuer in der Startelf stehen und die Kapitänsbinde tragen.

Neuer über WM-Aus und Klopp

Manuel Neuer sprach auch über die Enttäuschung nach dem frühen Ausscheiden des DFB-Teams bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada. Er beschrieb das Gefühl als „sehr bitter und enttäuschend“ und dass man sich zunächst in einem „kleinen Loch“ befinde, das jeder für sich selbst verarbeiten müsse. Für ihn persönlich sei es gut gewesen, seine Karriere nicht beendet zu haben, sondern weiterzumachen.

Neuer gab für das Turnier sein Comeback im Nationaltrikot, konnte das Ausscheiden im Sechzehntelfinale jedoch nicht verhindern. Das frühe Aus führte dazu, dass Julian Nagelsmann seinen Posten als Bundestrainer verlor. Jürgen Klopp hat die Nachfolge angetreten, was Neuer als gute Entscheidung bewertet. Er glaube, Klopp habe die „größte Expertise“ und hoffe, dass er den deutschen Fußball voranbringt.

Die Regeneration spielt für Neuers Fitness eine große Rolle. Er achtet auf Ernährung und Schlaf und gönnt sich bewusst Pausen. Das Torwartteam des FC Bayern, zu dem neben Neuer auch Jonas Urbig und Sven Ulreich gehören, pflegt laut Neuer ein sehr gutes und offenes Verhältnis. Sie arbeiten zusammen und versuchen, sich gegenseitig zu motivieren, da sie dieselben Interessen teilen.

Während der Asien-Tour gab es auch leichte Verletzungssorgen im Mittelfeld. Joshua Kimmich konnte aufgrund leichter Adduktoren-Probleme nicht am Abschlusstraining teilnehmen. Bara Sapoko Ndiaye zog sich eine Knieprellung zu und konnte ebenfalls nicht mittrainieren.

Die endgültige Entscheidung über Neuers Karriereende wird wohl davon abhängen, wie sich sein Körper in den kommenden Monaten anfühlt. Sollte er verletzungsfrei bleiben und weiterhin das Gefühl haben, auf höchstem Niveau agieren zu können, könnte eine weitere Vertragsverlängerung in Betracht gezogen werden. Aktuell läuft sein Vertrag bis zum Sommer 2027.

Trotz der Spekulationen um seine Zukunft geht Manuel Neuer als Nummer eins von Trainer Vincent Kompany in die neue Saison.

Source: sport.de

Niklas Wolf ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball, Bundesliga und internationale Wettbewerbe.