Hamburg: HSV-Talent bricht Seeler-Rekord im DFB-Pokal, Köln ebenfalls weiter

Der Hamburger SV und der 1. FC Köln haben sich in der ersten Runde des DFB-Pokals durchgesetzt. Dabei stellte ein junger Spieler des HSV einen neuen Vereinsrekord auf, während Köln ein spätes Comeback gelang.
HSV sichert sich Sieg in Verl
Der Hamburger SV traf in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den Drittligisten SC Verl und gewann die Partie mit 3:0. Obwohl Verl in der Anfangsphase die bessere Mannschaft war und zu mehr Abschlüssen kam, gelang es dem HSV, das Spiel in der zweiten Hälfte zu dominieren. Nach rund 25 Minuten hatte Verl fünf Schüsse auf das Tor abgegeben, während der HSV bis dahin keinen einzigen Torschuss verzeichnen konnte.
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Die Führung für die Hamburger erzielte Albert Grönbaek in der 41. Minute nach einem Fehler im Spielaufbau von Verl. Grönbaek, der von Patson Daka bedient wurde, traf mit einem abgefälschten Rechtsschuss. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte der Däne in der 46. Minute auf 2:0 mit einem platzierten Rechtsschuss ins lange Eck.
Vier Minuten später sorgte der 16-jährige Louis Lemke für den dritten Treffer des HSV in der 50. Minute. Mit diesem Tor wurde Lemke im Alter von 16 Jahren und 320 Tagen zum jüngsten Pflichtspiel-Torschützen in der Geschichte des Hamburger SV. Er übertraf damit den Rekord von Uwe Seeler, der 1954 im Pokalspiel gegen Trier im Alter von 17 Jahren und 283 Tagen getroffen hatte. Der HSV spielte die Partie mit Trauerflor, um des verstorbenen Investors Klaus-Michael Kühne zu gedenken.


Trainer Merlin Polzin setzte in der Startelf auf drei Neuzugänge: Verteidiger Sebastiaan Bornauw, Mittelfeldmann Martin Adeline und Angreifer Patson Daka. Zudem standen mit Lemke und dem drei Jahre älteren Shafiq Nandja, der für den verletzten Jordan Torunarigha ins Team rückte, zwei Eigengewächse in der Startformation. Im Tor erhielt Sander Tangvik den Vorzug vor Daniel Heuer Fernandes.
Polzin äußerte sich nach dem Spiel: „Wir wussten, dass es heute ein anspruchsvolles Spiel wird gegen eine Mannschaft, die eine gewisse Art und Weise an den Tag legt, die herausfordernd sein kann. Es ging darum, diese Momente dann auch zu akzeptieren, gleichzeitig aber auch unserem Plan zu vertrauen. Und das haben die Jungs getan.“ Der HSV konnte in der verbleibenden Spielzeit Kräfte für den anstehenden Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Dortmund sparen.
Köln dreht Partie gegen Würzburg
Der 1. FC Köln traf in seiner ersten DFB-Pokal-Runde auf die Würzburger Kickers und konnte sich in einem knappen Spiel mit 2:1 durchsetzen. Nach einer ereignisreichen Woche für Said El Mala, der einen Vertrag bis 2031 unterschrieben hatte, stand er erstmals mit der Rückennummer 10 auf dem Platz und trug glänzende Schuhe im Metallic-Look.
Trotz eines besseren Starts für Köln gingen die Würzburger Kickers in der 18. Minute durch einen Kopfball von Abrango mit 1:0 in Führung. Kurz darauf kam es zu Fan-Protesten gegen den DFB, bei denen Kölner Fans Tennisbälle auf das Spielfeld warfen und mit einem Banner gegen Montagsspiele protestierten. El Mala hatte die erste Chance des Spiels in der 8. Minute, doch Kickers-Keeper Rajkovacic konnte den Ball abwehren.


Die Wende für Köln leitete der Isländer Johannesson ein, der mit einem Doppelpack das Spiel drehte. Er erzielte die Tore in der 62. und 77. Minute und brachte den Bundesliga-Klub damit mit 2:1 in Führung. Kurz vor Spielende musste El Mala in der 89. Minute verletzungsbedingt das Feld verlassen und wurde durch Okon-Engstler ersetzt. Köln zieht damit ebenfalls in die nächste Runde des DFB-Pokals ein.
Ein weiteres Spiel des Tages, Altglienicke gegen Wolfsburg, ging in die Verlängerung.
Source: bild.de