Pyrenäen: Dritte Vuelta-Etappe wegen Unwetter abgebrochen

Hagel und Sturm in den Pyrenäen: 3. Etappe der Vuelta abgebrochen

Unwetter führt zum Abbruch der Etappe

Die dritte Etappe der Vuelta a España musste am Montag, dem 24. August 2026, aufgrund eines schweren Unwetters in den Pyrenäen abgebrochen werden. Etwa zehn Kilometer vor der geplanten Bergankunft in Font Romeu wurde das Rennen gestoppt und nicht gewertet. Die Organisatoren gaben bekannt, dass die Etappe aus Sicherheitsgründen wegen Hagel und Unwetter abgesagt wurde und es weder einen Sieger noch eine Siegerehrung geben wird. Dies geschah rund 20 Minuten nach Beginn des heftigen Unwetters.

Das Feld der Radprofis war von „taubeneiergroßen“ Hagelkörnern und starkem Sturm betroffen. Fernsehbilder zeigten heftigen Regen und große Hagelkörner, die auf die Fahrer niederprasselten. Viele durchnässte und durchfrorene Profis suchten Schutz in Cafés am Streckenrand. Die Straße auf 1.600 m Höhe war von Hagelkörnern bedeckt.

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Mehrere Fahrräder stehen im Hagel vor einem Hotel
Mehrere Fahrräder stehen im Hagel vor einem Hotel Credit: sportschau.de

Pogacar behält die Gesamtführung

Zum Zeitpunkt des Abbruchs lagen der Italiener Lorenzo Fortunato und der Luxemburger Mats Wenzel als Ausreißer knapp vor dem Hauptfeld, in dem sich auch der Gesamtführende Tadej Pogacar befand. Pogacar, der das Rote Trikot des Gesamtführenden nach seinem Zeitfahrsieg am Samstag übernommen hatte, behält dieses nach dem Abbruch der Etappe.

Der slowenische Radsportler signalisierte mit beiden Armen, dass das Rennen beendet werden sollte, als die Hagelkörner auf das Feld niederprasselten. Der vordere Teil des Pelotons, den Pogacar von der Straße winkte, fand Unterschlupf in einem Restaurant am Straßenrand. Die Jury entschied kurz darauf, das Schlussstück bis zum Ziel auf 1.941 m Höhe in Font Romeu nicht mehr fahren zu lassen, wodurch ein Etappenergebnis nicht zustande kam.

Die Unwetter begleiteten die letzten etwa 25 der 174 Kilometer zwischen Gruissan und Font Romeu. Zeitweise waren bei der TV-Übertragung keine aktuellen Bilder der Profis mehr zu sehen. Eine Reporterin vor Ort beschrieb die Situation als „komplettes Chaos“ mit Hagel, Regen und starken Windböen, die die Straßen extrem rutschig machten.

Ausblick auf die vierte Etappe

Die Vuelta erreicht auch auf der vierten Etappe am Dienstag noch nicht ihr Stammland Spanien. Die 104,8 km lange Etappe mit Start und Ziel in Andorra la Vella verläuft weitestgehend durch den Kleinstaat Andorra. Nur für ein kurzes Stück kehrt die Rundfahrt nach Frankreich zurück.

Die vierte Etappe ist mit mehr als 3.000 Höhenmetern und drei Bergen der ersten Kategorie anspruchsvoll. Unter anderem geht es über den 2.403 m hohen Port de Envalira, der den höchsten Punkt dieser Vuelta darstellt. Die Rundfahrt endet am 13. September in Granada.

Source: sportschau.de

Niklas Wolf ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball, Bundesliga und internationale Wettbewerbe.