Bremm und Mabry holen Medaillen bei Leichtathletik-EM, Hunt gewinnt Gold

Bei der Leichtathletik-EM in Birmingham haben Florian Bremm und Yemisi Mabry die ersten Medaillen für Deutschland gewonnen. Bremm sicherte sich Silber über 5000 Meter, während Mabry Bronze im Kugelstoßen der Frauen holte. Die Britin Amy Hunt gewann das Finale über 100 Meter der Frauen.
Florian Bremm zeigte über 5000 Meter eine taktische Leistung und errang die Silbermedaille. Er lief eine Zeit von 13:15,60 Minuten und wurde nur vom Norweger Jakob Ingebrigtsen (13:15,29) übertroffen. Für Bremm ist dies der größte Erfolg seiner Karriere und die erste deutsche EM-Medaille über diese Distanz seit zehn Jahren.
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Nach dem Rennen äußerte sich Bremm emotional und sprach über die Anstrengungen im Profisport. Er betonte, wie viel er dem Sport geopfert habe und wie egoistisch der Profisport sein könne, da er viel von seiner Familie und Freunden fordere. Zwei seiner Freunde waren in Birmingham anwesend, um ihn zu unterstützen, während seine Familie in Deutschland mitfieberte.
Mabry sichert Bronze im Kugelstoßen
Im Kugelstoßen der Frauen gewann Yemisi Mabry mit einer Weite von 19,50 Metern die Bronzemedaille. Dies war die erste deutsche Medaille der Meisterschaft. Die ersten beiden Plätze gingen an die Niederlande: Jessica Schilder siegte mit 20,73 Metern vor ihrer Landsfrau Jorinde van Klinken (19,64).


Mabry äußerte sich zufrieden über ihre Medaille, die sie sich hart erkämpft habe. Sie erreichte bereits im ersten Versuch 19,20 Meter und verbesserte sich im fünften Durchgang auf ihre Endweite. Dies ist ihre fünfte Medaille bei einer großen Meisterschaft.
Weitere deutsche Athletinnen im Kugelstoßen waren Katharina Maisch, die mit 18,39 Metern den siebten Platz belegte, und Nina Chioma Ndubuisi, die mit 18,21 Metern Achte wurde. Ndubuisi, die jüngste Athletin im Finale, steigerte sich im dritten Durchgang, um unter die Top Acht zu kommen.
100 Meter Finale und weitere Ergebnisse
Im 100-Meter-Halbfinale schieden die deutschen Sprinterinnen Gina Lückenkemper (11,28 Sekunden) und Rebekka Haase (11,36) aus. Lückenkemper sprach von Tränen des Glücks und betonte, dass ein Startplatz bei der EM etwas Besonderes sei.
Das Finale ohne deutsche Beteiligung gewann die Britin Amy Hunt in 11,00 Sekunden. Silber ging an Eva Svoboda (11,02) aus Polen, Bronze an Delphine Nkansa (11,06) aus Belgien.
Im 3000 Meter Hürden-Vorlauf der Frauen qualifizierten sich Gesa Krause und Lea Meyer für das Finale, indem sie die Plätze eins und zwei belegten. Auch Olivia Gürth erreichte als Vierte ihres Rennens das Finale am Donnerstag.


Im Kugelstoßen der Männer gab es einen Doppelerfolg für Italien: Leonardo Fabbri siegte mit 22,31 Metern vor seinem Landsmann Zane Weit (21,12). Bronze ging an Wictor Petersson aus Schweden mit 20,97 Metern.
Im 100 Meter Hürden-Vorlauf der Frauen lief Rosina Schneider eine persönliche Bestzeit von 12,75 Sekunden und war die schnellste Athletin aller Vorläufe. Lia Flotow qualifizierte sich ebenfalls knapp für das Halbfinale mit 12,95 Sekunden.
Die 4×400 Meter Mixed-Staffel gewann Norwegen nach einem starken Endspurt. Die Skandinavier benötigten 3:09,62 Minuten. Großbritannien (3:10,47) wurde Zweiter vor den Niederlanden (3:10,77).
Im 800 Meter-Vorlauf der Männer erreichte Alexander Stepanov als Dritter seines Laufs das Halbfinale am Mittwoch. Der 21-Jährige lief 1:46,27 Minuten. Titelverteidiger Gabriel Tual aus Frankreich (1:46,33) schaffte es über die Zeitbesten-Regel ins Halbfinale.
Im Hammerwurf qualifizierte sich Merlin Hummel trotz einer schwachen Leistung mit 75,49 Metern als Zehnter für das Finale der besten Zwölf am Dienstag. Auch Sören Klose erreichte das Finale mit einer Weite von 75,80 Metern.
Der deutsche Weitsprung-Meister Simon Batz musste seinen Wettkampf aufgrund einer Oberschenkelverletzung beim Einspringen beenden. Auch der italienische Mitfavorit Mattia Furlani verletzte sich in der Qualifikation am Bein. Die beste Weite erzielte Francesco Inzoli aus Italien mit 8,34 Metern.
Im 400 Meter-Vorlauf der Männer qualifizierte sich Torben Finke mit 45,79 Sekunden für das Halbfinale am Dienstag. Vanessa Baldé verpasste den Einzug ins Halbfinale über 400 Meter Hürden knapp, ihr fehlten 18 Hundertstelsekunden.
Source: sportschau.de