Uefa hält an Boykottdrohung gegen Fifa fest

Uefa droht der Fifa erneut mit einem Boykott der WM!

Uefa behält Boykottdrohung bei

Trotz des Rückzugs der umstrittenen Investorenpläne der Fifa hält die Uefa an ihrer Drohung fest, Fifa-Wettbewerbe zu boykottieren. Die Uefa betonte, dass die Bedingungen für eine Rücknahme der Drohung nicht erfüllt seien. Dies wurde in einer Erklärung des Kontinentalverbandes mitgeteilt.

Die Uefa hatte zuvor deutlich gemacht, dass die Vorschläge zum Verkauf großer Wettbewerbe zurückgezogen werden und eine Zusicherung erfolgen müsse, dass solche Versuche, den Sport zu verzerren, nicht wiederholt werden. Diese Bedingungen seien nach Ansicht der Uefa nicht erfüllt worden.

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Vertrauensverlust in Infantino

Die Uefa hat in ihrer Erklärung vom Samstag unmissverständlich deutlich gemacht, dass sie das Vertrauen in die Präsidentschaft von Gianni Infantino verloren hat. An dieser Haltung hält der Verband fest. Die Bekanntgabe, dass einige Angestellte des Fifa-Präsidenten ihm zustimmen, ändere daran nichts.

Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte nach massiven Protesten Pläne zurückgezogen, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils der kommerziellen Rechte der Fifa, etwa an der Weltmeisterschaft, eine Milliardensumme einzunehmen. Diese Pläne hatten weltweit für Empörung gesorgt, und die Uefa hatte den Schweizer scharf kritisiert.

Fifa-Chef Infantino in Rabat: Einigkeit nach der Notfallsitzung
Fifa-Chef Infantino in Rabat: Einigkeit nach der NotfallsitzungFoto Credit: spiegel.de

Bei einer Krisensitzung in der marokkanischen Hauptstadt Rabat erhielt der Fifa-Präsident jedoch die volle Rückendeckung der Fifa-Spitze. In einer Erklärung hieß es, der Fifa-Generalsekretär und die anwesenden Mitglieder der Fifa-Geschäftsleitung hätten ihre uneingeschränkte Unterstützung für Gianni Infantino bekräftigt.

Umgekehrt sprach Infantino seinem Generalsekretär Mattias Grafström volle Unterstützung aus. Dies geschah, obwohl sich Grafström zuvor öffentlich von Infantino distanziert und in einer internen Fifa-Mail von einer „traurigen Reihe von Ereignissen“ gesprochen hatte.

Fifa räumt Fehler ein und droht mit Konsequenzen

Die Fifa-Spitze räumte ein, dass „Fehler unterlaufen“ seien, insbesondere bei den Investorenplänen. Es herrsche Einigkeit darüber, dass es nicht beabsichtigt gewesen sei, dem Fifa-Rat und den Fifa-Mitgliedsverbänden das Gefühl zu geben, vom Prozess ausgeschlossen zu sein, und dass der Prozess anders hätte gehandhabt werden sollen.

Trotz der Fehler räumte die Fifa ein, dass sie keinerlei Angriffe auf ihre Integrität dulden wird. Der Verband kündigte an, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um ihren Ruf zu verteidigen. Dies wurde in einem Schreiben an die Fifa-Vizepräsidenten und Councilmitglieder der Fifa mitgeteilt.

Ein Bericht der „Times“ hatte zuvor für weiteren Wirbel gesorgt, indem er unter Berufung auf eine anonyme Quelle behauptete, Infantino habe Marokko die Austragung des WM-Endspiels 2030 versprochen. Die Fifa dementierte dies umgehend und erklärte, es sei falsch und irreführend zu behaupten, der Fifa-Präsident habe ein Versprechen bezüglich des Finales der Fifa-Fußball-Weltmeisterschaft 2030 abgegeben.

Die Fifa teilte mit, dass eine Entscheidung zu gegebener Zeit getroffen werde. Infantino, der seit 2016 an der Spitze des Weltverbandes steht, wird voraussichtlich im März 2027 wiedergewählt.

Source: bild.de

Niklas Wolf ist Sportredakteur mit Schwerpunkt Fußball, Bundesliga und internationale Wettbewerbe.