Münchner Löwen-Fans brechen Dauerkarten-Rekord trotz Regionalliga-Abstieg

Die Anhänger des TSV 1860 München haben erneut ihre Treue bewiesen, indem sie innerhalb kurzer Zeit eine hohe Anzahl an Dauerkarten für die kommende Saison in der Regionalliga erworben haben. Bereits nach vier Stunden waren 3600 Dauerkarten verkauft, und weniger als 24 Stunden nach Öffnung des Online-Portals wurde die 5000er-Marke überschritten.
Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da viele dieser Fans bereits im Mai Dauerkarten für die eigentlich erwartete Saison in der 3. Liga gekauft hatten. Damals sicherten sich 8000 Anhänger eine Dauerkarte, wobei ein Stehplatz 330 Euro und ein Sitzplatz 660 Euro kostete. Die Einnahmen aus diesem Verkauf, rund 4 Millionen Euro, wurden jedoch Teil der Insolvenzmasse, nachdem der Verein die Lizenz für die 3. Liga nicht erhalten hatte und in die Regionalliga zwangsabsteigen musste.
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Hintergrund des Zwangsabstiegs und der Insolvenz
Der Zwangsabstieg des TSV 1860 München wurde besiegelt, nachdem der Verein die vom DFB geforderten 2,7 Millionen Euro nicht nachweisen konnte. Dies geschah nach einem Streit mit Investor Hasan Ismaik. Infolgedessen musste die Profi-Fußballgesellschaft des Klubs einen Insolvenzantrag stellen. Das zuständige Amtsgericht München bestellte Max Liebig zum vorläufigen Insolvenzverwalter.
Die Löhne der Mitarbeiter sind laut Mitteilung mindestens bis einschließlich August 2026 durch das Insolvenzgeld gesichert. Der eingetragene Verein TSV 1860 München e.V. ist von den vorläufigen Insolvenzverfahren nicht betroffen. Der Verein hatte zuvor bereits 2017 den Gang in die Regionalliga antreten müssen.
Im Juni legten die Löwen Beschwerde gegen den Zwangsabstieg beim DFB ein. Der Verband bestätigte Berichte, dass zeitnah vor dem DFB-Bundesgericht eine mündliche Verhandlung angesetzt werden sollte. Dabei sollte entschieden werden, ob der Nachweis der für die Lizenzerteilung notwendigen Summe von 2,3 Millionen Euro, die Investor Hasan Ismaik bereitgestellt haben soll, rechtens ist. Die ursprüngliche Lizenzfrist war am 4. Juni um 17 Uhr verstrichen. Die Aussichten auf Erfolg der Beschwerde wurden im Vorfeld jedoch als sehr gering eingeschätzt.
Neue Dauerkarten und finanzielle Auswirkungen
Trotz der finanziellen Unsicherheiten und des Abstiegs zeigen die Fans eine bemerkenswerte Loyalität. Für die aktuelle Saison in der Regionalliga kostet ein Stehplatz 285 Euro und ein Sitzplatz 589 Euro. Es wird erwartet, dass der Verein am Ende über 8000 Dauerkarten verkaufen und damit rund drei Millionen Euro einnehmen könnte.
Der Verkauf soll bei 9500 Dauerkarten gestoppt werden. Dies liegt daran, dass das Grünwalder Stadion eine Kapazität von 15000 Zuschauern hat und ein Gästekontingent (5 Prozent der Sitzplatzkarten und 10 Prozent der Stehplatzkarten) sowie Tageskassentickets und VIP-Karten gewährleistet sein müssen.
Die Migration der Kundendaten aus dem bisherigen Ticketshop in den neuen Shop wurde über das Wochenende durchgeführt, um das Vorkaufsrecht für die Fans zuverlässig abbilden zu können. Der Ticketverkauf sollte voraussichtlich Dienstag Nachmittag starten.
Die Löwen starten am Samstag um 14 Uhr in Schweinfurt in die Saison. Das erste Heimspiel findet am Freitag, den 7. August, um 19 Uhr gegen Augsburg II statt, voraussichtlich vor ausverkauftem Haus.
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Source: bild.de